Veranstaltungsvideo

Politisch nützlich?! Über die Produktivkraft von Gefühlen

Emotionen bewegen Menschen – auch in der Politik. Wie eine demokratische Kommunikation Emotionen nutzen kann, ohne zu manipulieren, diskutierten Expert:innen bei unserer öffentlichen Abendveranstaltung am 13. August 2026 in Schloss Herrenhausen Hannover. Hier gibt's den Mitschnitt der Veranstaltung zum Nachschauen. 

Gefühle sind ein wichtiger Motor in der (politischen) Mobilisierung. Schon Otto von Bismarck bediente sich der sogenannten „Gefühlspolitik“, indem er gezielt Emotionen instrumentalisierte, um seine Ziele zu erreichen. Während autoritäre und rechte Kräfte oft mit negativen Gefühlen wie Angst, Wut oder auch Scham mobilisieren, werden positive Gefühle nur wenig genutzt. Demokratische Akteur:innen und gemäßigte Kräfte setzen in ihrer politischen Kommunikation meist auf sachliche Argumente. Dabei sind politische Überzeugungen auch immer emotional geprägt.


Wie könnte also eine demokratische Kommunikation aussehen, die Emotionen bewusst einsetzt, ohne zu manipulieren oder gar in Moralismus zu kippen? Führt der Anspruch auf "Sachlichkeit" in der politischen Mitte dazu, dass autoritäre Parteien die Deutungshoheit über Gefühle behalten? Und wie lassen sich kollektive Narrative entwickeln, die negative Emotionen anerkennen, aber zugleich glaubwürdige Geschichten von demokratischer Hoffnung, Zugehörigkeit und Zukunftsfähigkeit erzählen?

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Anja Laukötter

Historikerin, Friedrich-Schiller-Universität Jena; derzeit Gastprofessorin am German Historical Institute London/London School of Economics and Political Science (LSE)

Zu sehen ist Anja Laukötter.

Moderation

Annette Riedel

Journalistin Berlin 

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