Fesselnd – Faszinierend – Folgenschwer? Warum wir True Crime konsumieren
Warum lassen sich viele Menschen gern echte Kriminalfälle nacherzählen? Darüber sprachen Expert:innen am 9. Juli in Hannover. Was Nicole Bögelein (Institut für Kriminologie, Universität zu Köln), Dr. Merten Neumann (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen) und Sabine Rückert (ZEIT Verbrechen) zur Faszination an True Crime zu sagen hatten, können Sie sich hier in der Aufzeichnung der Veranstaltung ansehen.
Bild: VolkswagenStiftung
Mitschnitt der Veranstaltung vom 9. Juli 2026.
Wahre Kriminalfälle prägen als True-Crime-Geschichten die Medienlandschaft. Vor allem in Form von Podcasts erfreuen sie sich großer Beliebtheit, das gesprochene Wort fesselt die Zuhörer:innen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass hinter der ungebrochenen Popularität des Genres u.a. Neugier steckt, aber auch der Wunsch, menschliche Abgründe zu verstehen und die Lust am Gruseln zu erleben. Insbesondere (junge) Frauen sind von True Crime fasziniert.
Welche psychologischen Mechanismen bewegen uns dazu, uns intensiv mit True Crime zu beschäftigen? Wie beeinflusst der regelmäßige Konsum solcher Geschichten unser Bild von Sicherheit und Risiko? Können True-Crime-Geschichten sogar positive Effekte haben, indem sie uns helfen, Ängste zu verarbeiten und unser Verständnis für soziale und moralische Fragen vertiefen?
Podium
- PD Dr. habil. Nicole Bögelein, Dipl.-Soz., Rechtswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kriminologie, Universität zu Köln
- Dr. Merten Neumann, Diplom-Psychologe, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
- Sabine Rückert, Kriminalreporterin und Gründerin von „ZEIT Verbrechen“
- Moderation: Jan Seddelis, Journalist