Veranstaltungen am 18. und 27. März sowie am 9. April +++ Pressemitteilung der VolkswagenStiftung

Deutsch-britische Collage beleuchtet kulturelles Leben um 1714 +++ Herrenhäuser Gespräch analysiert die Reformierbarkeit des Kapitalismus +++ Herrenhäuser Forum über moderne Diagnosen und Krankheitsbilder

Ein Deutscher auf Englands Thron: Deutsch-britische Collage beleuchtet kulturelles Leben um 1714

Als Queen Anne 1714 in London starb, folgte ihr Georg Ludwig, Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg, auf den englischen Thron. Bis 1837 wurden Hannover und England in Personalunion regiert. Der "deutsche" Monarch und seine Nachfolger waren dabei stets den kritischen Blicken von Parlament und Bürgern unterworfen. Sie genossen eine zweifelhafte Popularität bei den zeitgenössischen Karikaturisten, dabei blühte unter ihnen das kulturelle Leben. Wie kam es zu dieser Blüte im London des 18. Jahrhunderts? Und wie gestalteten sich politischer, wirtschaftlicher und kultureller Alltag in den zusammengefügten Herrschaftsgebieten? Antworten gibt die Auftaktveranstaltung der vierteiligen Reihe "14 ! Deutsch-britische Collagen", welche die VolkswagenStiftung und die Niedersächsische Landesausstellung anlässlich des Jubiläums der Personalunion veranstalten. Weitere Termine sind der 6. Mai (Fokus auf 1814), der 27. Mai (Fokus auf 1914) sowie der 15. Juli (Fokus auf 2014).

1714 – Ein Hannoveraner Herrscher in England

Dienstag, 18. März 2014, 19 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Einlass beginnt um 18:15 Uhr. Eine Anmeldung vorab ist nicht möglich, die Kapazitäten sind begrenzt. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

PROGRAMM:

Vorträge

enjamin Bühring, Historisches Seminar, Universität Göttingen: Hannover in London – London in Hannover

Dr. Sheila O'Connell, British Museum: Attacks on the House of Hanover in British Prints (Vortragssprache: Englisch)

Arien von Georg Friedrich Händel und Agostino Steffani

Veronika Winter (Sopran)

Musica Alta Ripa   

 

Ausgereizt? Herrenhäuser Gespräch analysiert die Reformierbarkeit des Kapitalismus

Der Erfolg des Kapitalismus, der um 1780 mit der industriellen Revolution in England einsetzte, ist aus historischer Sicht nicht zu leugnen. Die freie Marktwirtschaft hat sich international nahezu durchgesetzt. Dennoch ist der Kapitalismus fortwährender Kritik ausgesetzt: Durch die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2007 und angesichts schwindender Ressourcen, gravierender Umweltzerstörung und wachsender sozialer Ungleichheit ist die Debatte um die Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus Anfang des 21. Jahrhunderts wieder in vollem Gang. Reformen scheinen dringend geboten. Doch ist der Kapitalismus überhaupt reformierbar – oder gibt es Alternativen?

Ausgereizt? – Ist der Kapitalismus alternativlos?

Donnerstag, 27. März 2014, 19 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

PROGRAMM:

Podiumsgespräch

Dr. Wolfgang Kraushaar, Politikwissenschaftler, Hamburger Institut für Sozialforschung

Prof. Dr. Lars P. Feld, Professor für Wirtschaftspolitik, Mitglied der fünf  Wirtschaftsweisen, Universität Freiburg

Wolf Lotter, Journalist und Autor (u.a. "Zivilkapitalismus. Wir können auch anders")

Prof. Dr. Niko Paech, Lehrstuhl für Produktion und Umwelt, Universität Oldenburg

Ingo Schulze, Schriftsteller

Moderation durch Stephan Lohr, NDR Kultur    

 

Wo endet Trauer und beginnt Depression? Herrenhäuser Forum über moderne Diagnosen und Krankheitsbilder

"Das ist doch nicht mehr normal!" Wir urteilen schnell über den seelischen Zustand unserer Mitmenschen. Doch wann ist jemand tatsächlich psychisch krank? Das Klassifikationssystem DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) in den USA ist hier prägende Kraft und umfasst sehr spezielle und präzise diagnostische Kriterien – verglichen mit dem internationalen Klassifikationssystem ICD-10 der WHO. In die aktuelle Auflage des DSM wurden neue Diagnosen eingebracht, bestehende zum Teil verschärft. Ein Beispiel: Trauert man nach dem Tode eines geliebten Menschen länger als zwei Wochen, gilt dies bereits als Depression. Wächst die Zahl der Kranken allein durch diese Art der Normierungsinstrumente? Auf dem Herrenhäuser Forum diskutieren Experten die Entwicklung der Gesellschaft hin zu ständig besorgten Gesunden und die Diagnosewut als Auslöser einer "zweiten Krankheit" vieler Betroffener, dem Stigma.

Wie lange darf man traurig sein?

Mittwoch, 9. April 2014, 19 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

PROGRAMM:

Einführungsvortrag

Prof. Dr. Frank Jacobi, Technische Universität Dresden und Psychologische Hochschule Berlin

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Thomas Bock, Psychologe, UKE Hamburg und irre menschlich e.V.

Prof. Dr. Thomas Schramme, Philosoph, Universität Hamburg sowie den Vortragenden

Moderiert von Christiane Gelitz, Redaktionsleitung Gehirn und Geist   

Medienvertreter(innen) sind bei allen drei Veranstaltungen herzlich willkommen, eine formlose Anmeldung wird erbeten unter presse@volkswagenstiftung.de.